Legasthenie/Lese- Rechtschreibschwäche

Dyskalkulie/Rechenschwäche

 

Alle Kinder, die das Lesen/Schreiben und Rechnen erlernen, machen anfänglich die gleichen Fehler in unterschiedlich starkem Ausmaß. Verbleiben die Fehler jedoch unter normalen Verhältnissen und trotz der üblichen schulischen Förderung bis ins 8. Lebensjahr (Mitte/Ende 2. Klasse), so drängt sich der Verdacht auf eine LRS/Legasthenie bzw. Rechenschwäche/Dyskalkulie auf.

 

Unabhängig davon, können Fördermaßnahmen bereits auch zu Beginn des Schriftspracherwerbs eingesetzt werden.

 

 

 

Sehr häufig Auffälligkeiten in folgenden Bereichen:

 

1. Die Aufmerksamkeit muss zumindest zeitweise beim Schreiben, Lesen und/oder Rechnen

merklich nachlassen.

 

2. Es sind Sinneswahrnehmungen (Optik, Akustik und Raumwahrnehmung), die man für die

Tätigkeiten des Schreibens, Lesens und/oder Rechnens benötigt, different, d.h. diese werden

vom Betroffenen anders empfunden und eingesetzt als von einem nichtbetroffenen Menschen.

 

3. Im Symptombereich macht der Betroffene sogenannte Wahrnehmungsfehler. Meist sind

beim Schreiben „leichte“ Wörter betroffen.

 

 

 

Anzeichen beim Lesen

 

Niedrige Lesegeschwindigkeit, häufiges Stocken

Verlieren der Zeile im Text

Auslassen, Vertauschen, Ersetzen oder Hinzufügen von Wörtern und Wortteilen,

Silben oder einzelnen Buchstaben

Schwierigkeiten bei Doppellauten

Nicht sinnentsprechende Betonung

Das Gelesene kann nur unzureichend wiedergegeben beziehungsweise in seiner

Bedeutung eingeordnet werden

Bei Fragen zum Inhalt wird oft allgemeines Wissen verwendet anstatt der Informationen

aus dem Gelesenen

Hohe Ermüdbarkeit

 

 

 

Anzeichen beim Schreiben

 

Hohe Fehlerzahl bei Diktaten und abgeschriebenen Texten: Wörter werden teilweise nur

in Bruchstücken und im selben Text mehrfach unterschiedlich falsch geschrieben

Auffallend viele Fehler in der Grammatik und der Zeichensetzung sowie eine oft

unleserliche Handschrift in unterschiedlicher Schriftgröße innerhalb eines Textes

Lautliches Schreiben (z.B. während- wernt)

Niedrige Schreibgeschwindigkeit

Spiegelung/Verdrehung von Buchstaben im Wort z.B. b anstatt d, p anstatt q

Umstellungen von Buchstaben im Wort (z.B. Maus-Muas, die bieden/die beiden)

Einfügungen falscher Buchstaben zb. Belech statt Blech

Auslassen von Buchstaben die hörbar sind (z.B. zwanzig-zwazig)

Klangähnliche Buchstaben werden verwechselt

 

 

 

Anzeichen beim Rechnen

 

Zahlen werden nicht wiedererkannt und/oder verwechselt

Zahl kann nicht der Menge zugeordnet werden und umgekehrt - jede Zahl wird

immer wieder erneut durchgezählt

Rechenschritte bleiben unverständlich, werden teilweise auswendig gelernt und

nicht auf veränderte Aufgabenstellungen angepasst

Aufgaben werden erheblich langsamer und dauerhaft nur mit Abzählen meist

an den Fingern oder mit Zählhilfen gelöst

Vertauschen von Rechenarten – minus mit plus, mal mit plus, mal mit geteilt

Verwechslung von ähnlichen Rechenzeichen z.B. x oder +, Verwechslung von Zahlen zB. 6 und 9

Schwierigkeiten mit dem Dezimalsystem (dreiundzwanzig als 32) und

Stellenwerten (einhundertacht – 1008)

Bei Textaufgaben kann die Fragestellung nicht in Zahlen übersetzt werden

Schnelle Erschöpfung bei der Bewältigung mathematischer Aufgaben

 

 

WELCHE FÖRDERMETHODEN BEI LRS SIND DURCH STUDIEN GESTÜTZT?

Michaela Hönig * michaela@lerntraum.at * 0650 - 89 19 360 * Schlossallee 5 * 2512 Tribuswinkel